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oh yes, I'm sure my life was well within its usual frame

the day before you came

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dreamteam

er lächelte mich an. mein eigenes bett war kalt und er entschuldigte sich, einfach so in mein gästezimmer geplatzt zu sein. das machte mir nichts aus. ich hüpfte aus dem bett und mein anblick muss ihn schrecklich amüsiert haben: in meinem alten, viel zu großen schlaft-shirt stand ich nun vor ihm. "ähm... willst du kurz mitkommen?" fragte er mich. und ich weiß gar nicht mehr, ob wir deutsch oder englisch oder französisch sprachen. ich nickte und folgte ihm. er grinste mich erwartungsvoll an, als er mir ein kleines, silber eingepacktes geschenk überreichte. wir saßen auf seinem bett, die bettwäsche war wunderbar flauschig und ich deckte mich wohlig zu. auch ich grinste ihn nun an, während ich das kleine paket schüttelte - es macht keine geräusche. "hmm" machte ich und biss mir auf die lippe. er sah mich unverwandt und gespannt an. langsam riss ich das papier ab und in dem wirklich kleinen karton war nun nichts anderes als zwei stücke papier. nun war ich wirklich gespannt. "das sind karten für das monsters konzert im januar." sagte er und ich runzelte die stirn. kannte ich nicht. "die sind sehr sehr geil" fügte er hinzu und unsere knie berührten sich. ich nickte. gut. ich freu mich. und das meinte ich auch so.

zeitsprung.

"das programm hab ich auch", sagte ich. und ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob das eine lüge war oder gar die wahrheit. er nickte, während ich das menu untersuchte: text, melodie, anmerkung. "zum songschreiben" meinte ich und wusste im gleichen moment, dass das völlig überflüssig war. natürlich wusste er, wozu er dieses programm benutzen sollte. und seine songs waren hundert mal besser als meine, bien sûr. ich wusste nun nicht, was ich noch sagen sollte. er schien die stille gar nicht zu bemerken, weil er damit beschäftigt war, seine socken anzuziehen, während ich mich mit seinem laptop auseinandersetzte. dann rückte er näher an mich heran, saß quasi hinter mir und legte die arme um meine taille. seine wärme tat gut und ich schloss die augen. 

zeitsprung.

er griff zur gitarre und meinen blick konnte ich nicht von ihm wenden. besser als all diese rosamunde pilcher verschnitte. er und ich. wir beide. wow. 

zeitsprung.

sein vater war ein lustiger mann. ich mochte ihn. er hatte tiefe falten um die augen, obwohl er noch gar nicht so übermäßig alt war. sex und rock'n'roll. und drugs wahrscheinlich auch. das sah man ihm ein wenig an. aber ich mochte ihn. 

zeitsprung.

ich hoffe, ich bin derjenige, der die zweite karte für's monsterskonzert bekommt. sagte er. ich lachte. "mit niemandem anderes würd ich da hingehen." flüsterte ich. und es war wahr: niemand kannte diese band, da war ich mir sicher. ich musste lachen. natürlich konnte er keine gedanken lesen und sah mich deswegen belustigt an. "sonst geht's gut ja? was ist daran so lustig?" fragte er und im gleichen moment begann er mich zu kitzeln. ich quietschte und bettelte um gnade. "das hättest du dir vorher überlegen sollen!" grummelte er gespielt böse. schließlich versuchte ich, auch ihn zu kitzeln, aber das ließ sich nicht so einfach bewerkstelligen. immer wieder konnte er meine hände mit nur einer hand erfassen. schließlich drückte er sie auf die matratze oberhalb meines kopfes. ich war wehrlos, völlig außer atem und so glücklich. seine blauen augen strahlten und ich wünschte mir, dieser augenblick würde stunden andauern. vorsichtig ließ er meinen einen arm los, aber ich wehrte mich gar nicht mehr und rührte mich nicht. er berührte ganz leicht meine wange und dann küssten wir uns.

keine frage, wir waren ein dreamteam.

 

11.12.09 13:37
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


unschoen (13.12.09 22:05)
dreamteams sind wie wunderkerzen.
sie sterben nach einiger zeit einen leuchtenden tod.

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