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oh yes, I'm sure my life was well within its usual frame

the day before you came

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I have hours only lonely...

Ich mal wieder..
Wer auch sonst.


Ich habe Angst.


Ich habe tierisch Angst vor allem.

Vor drei Jahren hätte ich schon wieder zum Messer gegriffen, aber im Moment ignoriere ich einfach. Und dann, wenn ich im Bett liege, kommt alles auf mich zu. Dann fällt mir die Decke auf den Kopf, die Wände engen mich ein. Die Zukunft rückt näher, und plötzlich ist sie da. Und ich stehe da - ohne Messer. Ohne Plan.

Früher war ich ein überwiegend mit dem Kopf handelnder Mensch. Jetzt ist es mein Herz, weil ich meinem Verstand nicht mehr traue. Mein Verstand ist ausgeschaltet, der bringt mir sowieso nichts.

Existentielle Entscheidungen. Na ja, wer Sansibar oder der letzte Grund gelesen hat, müsste wissen, was das heißt.
Aber ich stehe vor 4 existentiellen Entscheidungen. Und alle sind sie wichtig und alle aussichtslos. Ich bin wie Pfarrer Helander, der auf die Zeichen an der Kirchenwand wartet. Wie Knudsen, der seine Frau nicht verlassen will, weil sie dann den Anderen in die Hände fällt. Wie der Junge, der nach Sansibar will, aber erwachsen wird. Wie Judith, die flüchten muss. Wie Gregor, der noch immer kämpft, obwohl alles aussichtslos ist.

Und doch - wenn ich es mir recht überlege - es gibt noch immer so viel, was ich meinem Herzen verbiete, weil mein Verstand es nicht fassen kann.

In letzter Zeit lache ich öfter denn je. Ich lache, weil ich nicht weinen will. Im Bett, nachts, wenn alles dunkel und still ist, dann weine ich. Ich gehe auf Parties, nur damit ich abgelenkt werde. Ich stürze mich auf die Hausaufgaben, um etwas zu tun zu haben. Ich beschäftige mich mit unwichtigen Sachen, um die wichtigen wieder weiter wegzuschieben.

Ich bin froh, dass ich meine Freunde habe. Ich bin ihnen dankbar und bin froh, dass ich sie kenne. Dass ich auch akzeptiert werde, wenn ich eifnach nur Stuss von mir gebe.
Dass sie mich stützen, wenn ich mal wieder auseinander falle.
Mir das Gegenteil beweisen, wenn ich mal wieder denke, dass alles aussichtslos ist. Ich möchte euch dafür danken.

Ich möchte nicht Janika sein. Ich möchte ich sein.

Das alles wäre nicht so schlimm, wenn ich mit mir selbst zufrieden wäre. Wenn ICH mich okay finden würde, so wie ich bin. All das Selbstbewusstsein, das ich mir irgendwann einmal angeeignet habe, geht verloren.
Ich brauchte kein Lob, wenn ich was geschafft hatte. Es reichte, dass ich es überhaupt geschafft hatte. Ich brauchte niemanden, der sagte "Komm, du schaffst das.". Das hab ich mir selber gesagt. Ich war diejenige, die es anderen sagte.
Ich brauchte kein "Janika, siehs doch mal postiv." Ich war zwar pessimistisch, aber doch eher Realist mit Hang zum negativen Tagträumen. Ich brauchte niemanden, der mich an die Hand nahm, um verrückte, gefährliche, sinnlose oder unüberlegte Sachen zu tun. Ich hielt meine Hand selbst hin. Ich fiel hin, stand selbst auf. Ich fiel herunter, kletterte wieder herauf.

Und jetzt - auf einmal bin ich wehrlos. Die Welt um mich herum ändert sich und ich bi auf einmal nicht mehr passend.
Gerade als ich in mein Umfeld passte, ohne mich wirklich anzupassen, dreht sich die Welt ein kleines Stück weiter und PLOPP- Nix ist mehr OK.

Ja, es geht mir beschissen. Ja, es ist wegen dir.
Ich hasse meine Gefühle und meine Hilflosigkeit.

Jetzt werde ich nicht mehr gebraucht. Jetzt brauche ich selbst. Und die Menschen, die mich brauchten, gibt es nicht mehr. Die sind um ein Stück weitergedreht.
Jetzt ist ein Lob ein schalltotes Etwas, ich schaffe nichts.
Jetzt ist meine innere Stimme verstummt, ich sage gar nichts.
Jetzt ist nichts mehr positiv, negativ oder realistisch, es ist grau.
Jetzt greift meine Hand ins Leere, und meine Handlungen sind unkoordiniert.
Jetzt falle ich und bleibe liegen.
Jetzt falle ich hinunter und falle immer noch.



Janika
7.3.06 21:23


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