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oh yes, I'm sure my life was well within its usual frame

the day before you came

I took some pictures

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Sehr gut, sehr gut.

Ich könnt heulen, es tut wirklich weh. Und derjenige, der der Grund dafür ist, der ist grad mitten in der Pubertät und hat seine "Midlife-Crisis" seines kurzen Lebens. Wie es alle haben.
Astrid wurde rosa. Ich war depri. Andere sind depri. Und er ist einfach nicht mehr er selbst. Er wirkt arrogant und ziemlich verzweifelt.

Er behandelt Leute, die immer für ihn da sind (auch wenn er's nicht einsieht), wie Scheiße. Er flucht, benutzt kränkende Wörter.
Er will, dass ihn alle in Ruhe lassen und dass er ihnen egal ist, weil sie ihm auch egal sind. Er ist unzuverlässig und shizophren. Mal redet er normal und lacht und dann fällt ihm sein Lebensmotto wieder ein: Ihr könnt mich alle mal.
Er ignoriert seine Freunde, seine Familie. Er behandelt sie wie Dreck und meint, sie seien ihm egal und er brauche sie nicht.
Ich würd ihm gerne helfen, viele würden es gern tun. Aber in der Midlife-Crisis sieht man sowieso alles schlechter als es ist und das gehört wohl auch dazu. Trotzdem kann man der Umwelt gegenüber fair sein.
Man kann in seiner kleinen dummen, isolierten Welt, in der alles scheiße ist und jeder gegen jeden, in dieser Welt kann man auch leben ohne anderen weh zu tun.
Man kann sich abkapseln, kein Problem. Wenn man's braucht...
Aber man kann auch andere außenvor lassen, man muss sie nicht mit in die Depression ziehen.

 

Es geht hier eigentlich nicht um mich. Natürlich verletzt es mich auch, und wie. Und es ist nicht dieses Verletzen, wie man in Streitigkeiten an den Kopf geknallt kriegt. Ich hab ihm wehgetan und er mir. Das gehört dazu, wir kennen uns schon lange und es passiert. Auch das gehört zu einer Familie dazu.
Aber es geht um Mom und Dad, vorallem Mom.

Weißt du eigentlich wie die sich fühlt!?
Sie hat dich 9 Monate lang in ihrem Bauch gehabt, hat schreckliche Schmerzen durchgestanden, nur um dich zu gebären. Sie hat für dich gesorgt, war zu Hause geblieben, hat ihren Beruf für dich aufgegeben. Sie war zu Hause, hat dich gewickelt, gefüttert. Sie ist nachts aufgestanden, wenn du geschrien hast, mitten in der Nacht. Hat dich zu Bett gebracht und sich Sorgen gemacht, wenn du krank warst. Sie hat dir beruhigend zugesprochen, bist du geschlafen hast.
Sie war bei dir, als du sitzen lerntest, hörte dein erstes Wort, sie hat dich gehalten, wenn du laufen gelernt hast. Sie hat dir vorgelesen, deine endlosen Fragen beantwortet. Sie hat dir die schönsten Kindergeburtstage ausgerichtet und du hast immer bekommen, was du wolltest. Sie hat dich verarztet, wenn du hingefallen bist und sooo oft hat sie dich getröstet, wenn deine Schwester oder deine Freunde dich ungerecht behandelt haben.
Sie hat dich nie geschlagen, dich nie im Stich gelassen.
Sie ist mit dir zum Arzt gefahren, als du nichts hören konntest und das andauernd. Sie hat dich an deinem ersten Schultag begleitet und war hinter dir, als du Angst vor den anderen hattest. Genau wie bei der Kindergartenschlafnacht, als du dich nicht von ihr trennen wolltest.
Sie hat dir bei den Hausaufgaben geholfen, stand für deine Taten ein bei Elternabenden, hat dich unterstützt, als du später so Stress mit den Lehrern hattest. Sie hat dich auf Klassenfeste begleitet, war da für dich, wenn du dich mit jemandem aus deiner Klasse gezofft hattest.
Sie hat dich in Sachen Mode beraten, dich bei deinem ersten Liebeskummer unterstützt.
Sie hat dich auch lieb, wenn du sie angeschrien oder beschimpft hast.
Sie hat deinen Ranzen gepackt und dein Lieblingsessen gekocht. Sie bemuttert dich, wenn du krank bist und macht dir einen Tee. Sie steht dir zur Seite mit Tips, und auch wenn du sie nicht annimmst, du behälst sie im Hinterkopf. Und am Ende hatte Mama meistens Recht.
Sie liebt dich, so wie du bist, mit all deinen Macken, deinen Ausrastern, deinen Stärken und Schwächen.
Sie hat immer an dich geglaubt, auch als du ganz unten warst. Sie hat dich vor anderen verteidigt und steht voll hinter dir. Sie ist stolz auf das, was du schon alles geschafft hast.
Wie oft hat sie sich Sorgen gemacht, wenn du zu spät nach Hause kamst?! Wie oft hat sie mir gesagt, ich solle auf dich aufpassen, gucken, dass du nicht zu viel Bier trinkst? Sie hat das getan, weil sie nicht dabei sein konnte, wenn du dir die Kante gegeben hast. Sie tut das, damit sie weiß, dass dir, ihrem Jüngsten nichts passiert. Weil sie dich liebt, verdammt.
Sie wird die Momente wohl nie vergessen, an dem du dein erstes Wort gesprochen hast, oder wie ihr „Räuber“ oder „Lumpi“, wie sie dich nannte, ein Gedicht unterm Tannenbaum aufsagte oder deine großen Augen, als du deine Playstation ausgepackt hast.
Sie hat versucht, dir jeden Traum zu erfüllen und dir auch zugehört, wenn du totalen Müll geredet hast. Sie hat die Fotos von dir gesammelt und in einem Fotoalbum sorgfältig aufbewahrt. An deiner Konfirmation war sie unglaublich stolz auf dich und hatte sogar Tränen in den Augen, als gesagt wurde, dass du nun auf dem Weg ins Erwachsenen-Leben seist. Niemand, niemand hat dich so lieb und niemand wird dich so lieben wie Mama.

Also warum, verdammt noch mal, tust du ihr das an?!

Du möchtest allein sein. Sei allein. Aber bitte behandel Mama nicht so, sie hat das nicht verdient. Sie hat genug Stress mit allem anderen und sie liebt dich bedingungslos.
Wie mag es ihr wohl gehen, wenn du sie so anschreist?

Warum tust du ihr das an?

 

 

1.7.07 00:43


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